Normwert-Rechner
Rechne schnell und einfach Standardwerte für die psychologische Diagnostik um. Gib einen Wert ein und alle anderen werden automatisch berechnet.
Werte
Grafische Darstellung (Normalverteilung)
Umrechnung von Normwerten in der Psychologischen Diagnostik
In der Psychotherapie und psychologischen Diagnostik kommen unterschiedlichste Testverfahren zum Einsatz (z.B. Intelligenztests, Persönlichkeitsfragebögen, klinische Skalen). Da nicht alle Verfahren die gleiche Skalierung verwenden, ist die Umrechnung zwischen verschiedenen Normwerten (z-Werte, T-Werte, IQ, Prozentränge) elementar, um Testergebnisse interpretieren, vergleichen und im PTV3-Bericht dokumentieren zu können.
Der z-Wert: Das Rückgrat aller Standardwerte
Basis fast aller psychometrischen Umrechnungen ist der sogenannte z-Wert. Die z-Transformation normiert die Abweichung eines Testwertes vom Mittelwert (M) der Population, und zwar in Einheiten der Standardabweichung (SD). Er besagt vereinfacht: "Wie viele Standardabweichungen liegt dieses Testergebnis über oder unter dem Durchschnitt?" (M=0, SD=1).
Die wichtigsten Skalen auf einen Blick
- T-Wert (M=50, SD=10): Eine der häufigsten Skalen in klinischen Tests (wie z.B. dem MMPI oder bei Depressionsinventaren). Ein T-Wert unter 40 oder über 60 markiert meist eine Abweichung von einer Standardabweichung.
- Standardwert / IQ-Skala (M=100, SD=15): Traditionell in der Intelligenzdiagnostik (z.B. WIE, HAWIK) verankert, wird er aber auch bei allgemeinen Leistungs- und Entwicklungstests genutzt. Ein IQ von 100 ist exakt durchschnittlich.
- Prozentrang (PR): Besonders anschaulich für Patient:innen. Ein PR von 84 bedeutet, dass 84% der untersuchten Referenzgruppe ein schlechteres oder gleiches Ergebnis erzielt haben. PRs sind keine linearen Werte, weshalb für ihre Berechnung eine Wahrscheinlichkeitsverteilungskurve (Normalverteilung) herangezogen wird.
- C-Wert, Stanine (M=5, SD=2), Sten (M=5.5, SD=2): Gröbere, meist einstellige Skalen, die in der Pädagogik, bei Screenings oder Personalauswahl (z.B. BIP) häufig auftauchen.
- Wertpunkte (M=10, SD=3): Die gängige Untertest-Skalierung bei den Wechsler-Intelligenztests (WISC/WAIS).
Über diesen Normwert-Rechner
Dieser psychologische Rechner basiert auf der mathematischen Funktion der Wahrscheinlichkeitsdichte (Normalverteilung) und ihrer inversen Funktion. Gib einen beliebigen Normwert ein – das Tool wandelt ihn in Echtzeit sicher in z-Score, T-Score, Prozentrang (PR) und alle weiteren Formate um und visualisiert die Lage des Wertes grafisch anhand der Gaußschen Glockenkurve.