Eine gute KI-Notiz muss mehr leisten als flüssig zu klingen. Sie soll die tatsächlich erhobenen Angaben erhalten und die für Deine Behandlung wichtigen Informationen auffindbar machen. Dieser Artikel beschreibt einen Prüfablauf, keinen dokumentierten eigenen Praxistest. Wir betreiben selbst DokuDachs und BerichtBiber.
Zuerst den Arbeitsschritt festlegen
Möchtest Du ein Therapiegespräch aufnehmen, eigene Notizen diktieren oder vorhandene Mitschriften strukturieren? Diese Eingaben unterscheiden sich im Aufwand und bei den Voraussetzungen. Unser Überblick zu KI-Arbeitsabläufen hilft bei der Auswahl.
Wähle für den ersten Test nur einen Ablauf und verwende vollständig erfundene Inhalte. So kannst Du Ergebnisse vergleichen, ohne bereits reale Fallinformationen einzubringen.
Ein fiktives Testszenario vorbereiten
Schreibe vor dem Test auf, welche Aussagen im Ergebnis erhalten bleiben sollen. Ein einfaches Szenario kann einen Sitzungsanlass, eine beschriebene Intervention, eine Reaktion und eine Vereinbarung enthalten. Lege auch fest, welche Informationen ausdrücklich fehlen: etwa eine neue Diagnose oder eine Risikoabklärung, die im Testgespräch nicht vorkommt.
Verwende dieselbe Eingabe, wenn Du mehrere Angebote vergleichst. Das macht Unterschiede sichtbar; es liefert noch keinen Nachweis für die Qualität in allen Behandlungssituationen.
Die Ausgabe anhand konkreter Fragen prüfen
| Prüfpunkt | Frage an den Entwurf |
|---|---|
| Inhaltstreue | Sind Aussagen erhalten, ohne neue Fakten zu ergänzen? |
| Zuordnung | Sind Aussagen der Patient:in und eigene Beobachtungen getrennt? |
| Wesentliche Inhalte | Sind Intervention, Reaktion und Vereinbarung auffindbar? |
| Fehlende Angaben | Werden Lücken erkennbar gelassen statt mit Standardtext gefüllt? |
| Lesbarkeit | Ist die Notiz im eigenen Ablauf verständlich und ausreichend knapp? |
| Export | Kann die freigegebene Fassung in die Behandlungsakte übernommen werden? |
Unsere Dokumentationsvorlage und das fiktive Beispiel bieten eine Strukturhilfe für diesen Vergleich.
Korrekturaufwand und Zeit erfassen
Erfasse den vollständigen Ablauf: Eingabe, Verarbeitung, Prüfung, Korrektur und Übernahme. Eine schnelle Textgenerierung allein belegt keine Zeitersparnis. Notiere außerdem wiederkehrende Fehler, damit Du nicht nur einen gelungenen Einzelfall bewertest.
Bei Audio sind Sprecherzuordnung, Raumakustik, leise Sprache und Unterbrechungen sinnvolle Prüfpunkte. Nonverbale Beobachtungen oder eigene klinische Einschätzungen musst Du ergänzen, wenn sie im Transkript nicht enthalten sind.
Vor realen Aufnahmen die Voraussetzungen klären
Kläre Aufnahmebefugnis, Einwilligung, Datenwege und Verträge, bevor Du Patient:innengespräche aufzeichnest. Auch eigene Diktate können Gesundheitsdaten enthalten. Lege fest, welche Inhalte in der Praxis verbleiben und wann Audio, Transkript und Entwurf gelöscht werden.
Der Datenschutz-Ratgeber trennt Speicherung, KI-Verarbeitung und organisatorische Verantwortung. Die Angaben eines Produkts sind für den konkret gebuchten Dienst zu prüfen.
Entscheidung nach dem Test
Ein Tool passt dann zum Ablauf, wenn seine geprüften Ergebnisse nützlich sind, der Korrekturaufwand vertretbar bleibt und die Voraussetzungen für den Einsatz geklärt sind. Bei der Auswahl helfen Funktionen, Preisbedingungen und Herstellerquellen im Vergleich.
Die freigegebene Notiz bleibt Deine fachliche Verantwortung. Speichere die finale Fassung so, dass die Behandlung und spätere Änderungen nachvollziehbar bleiben.